DIE KIRCHE

 

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" Vor der Restauration, muss man sich auch

mit den Details beschäftigen. Und das ist uns wichtig!""

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26.07.2003    wurde durch uns die halb zerfallene Turmzwiebel demontiert,

                      die Wetterfahne mit Turmknopf ist in dem Kirchenschiff

                      eingelagert worden.

14.09.2003      zum „Tag des offenen Denkmals“ erfolgte die Knopföffnung.

                      Der Knopf hatte keinen Inhalt.

23.04.2009     Turmbekrönung mittels Autokran.

                      Die alte Wetterfahne konnte nicht mehr aufgearbeitet werden.

                      Durch die Metallbaufirma Jörg Otto, Halle (Saale) wurde eine

                      neue Wetterfahne mit Knopf angefertigt.

                     Mit folgendem Inhalt

                     1 Pfennig, Sachsen, 10./11. Jahrhundert, Silber

                     um diese Zeit erfolgte der Neubau unserer Kirche

                     10 Pfennig, Deutsches Reich, 1892, Nickel

                     letzte Grundinstandsetzung des Kirchengebäudes

                     50 Pfennig, Deutsches Reich, 1922, Aluminium

                     Versuch einer Kreditaufnahme für Turmdachreparatur

                     aber keinen Geldgeber wegen Inflation gefunden

                     10 Pfennig, Deutsches Reich, 1939, Messing

                     Reparatur des Kirchturmdaches

                     Kauf der Bleiglasfenster in Naumburg (Saale)

                     10 Pfennig, Deutsche Demokratische Republik, 1989, Aluminium

                     Umdeckung des Kirchenschiffes, Holzarbeiten an der

                     Tonnendecke, Kleine Schieferdachreparaturen an der

                     Westseite des Turmes

                    1 Pfennig, Deutsche Demokratische Republik, 1989, Aluminium

                    Erinnerung an die friedliche politische und

                    wirtschaftliche Wende

                    1 Deutsche Mark, Bundesrepublik Deutschland, 1990, Edelstahl

                     Währungsunion ab 01.07.1990

                    2 Euro, Bundesrepublik Deutschland (Saarland), 2009, Bimetall

                    seit 2002 einheitliche Währung in fast ganz Europa

                    2 Franken, Schweiz, 1980, Edelstahl

                    Spenden kamen aus ganz Deutschland und vom

                    Ehepaar Bischofberger aus Zürich in der Schweiz

                    10 Euro, Bundesrepublik Deutschland, 2009, Silber

                    - Spende von der Volksbank Halle (Saale) e.G.

                    1 Stück Tageszeitung

 


1179 

 

urkundliche Ersterwähnung Grockstedts und seiner Kirche.

Am 19. Oktober 1179 bestätigte   Papst Alexander III. dem Sankt Wiperti Kloster in Quedlinburg seine Vorrechte,

insbesondere das Patronatsrecht über die Kirchen Sman, Letenstede, Ekstede und (Brokenstede)

 


1327

 

ist Grockstedt mit 10 Hufen und Höfen zum Tafelgut der Stift- Äbtissin in Quedlinburg gehörig. 

           (Grochstede)

 


1368 

  

stiftet Gebhardt von Querfurt Goldmark für die Filiale Grockstedt.

 


1481

 

   Brun von Querfurt erhält die Vogtei über das Quedlinburger Stift, dadurch auch das Dorf Grockstedt.

(In dieser Zeit könnte die gotische Apsis gebaut worden sein.)

 


1525 

 

wurden 13 Höfe gezählt.

 


1539

 

 Einführung der Reformation

 


1615  

 

  ist die einzige noch in unserer Kirche erhalten gebliebene im Durchmesser 86 cm große Glocke von   Hyronimus Moerinck zu Erfurt gegossen worden.

 


1721

  

    ist der Kirchenbau so entstanden, wie wir ihn heute noch vorfinden.An diese Zeit erinnert über der Eingangstür eine Kartusche aus Sandstein mit einer Inschrift und der Jahreszahl 1721. 

 


1733

  

  Anschaffung einer Orgel, vorher Verkauf von Kirchgemeindefläche für 32 Thaler (Orgelrain).

 


1734

 

  am 27.06. Einweihung der neu gebauten Kirche

 


1785

 

   eine neue Orgel ist schon wieder nötig.

 


1878

 

  die jetzige Orgel wird eingebaut. (Meister Apel, Querfurt) 2. Glocke in Laucha umgegossen.

 


1891

 

 Kirchendach wird um gedeckt. Triumphbogen mit eisernem Zuganker versehen.

 


1892

 

   neue Wetterfahne, Die Gemeinde bezahlt eine Turmuhr. Der jetzige Fußboden wurde eingebaut. Kirchentür wurde einflügelig. Die Westseite erhielt einen zweiten Eingang.

 


1938 

 

Arbeiten am Schieferdach.

 


1943

 

  Einschmelzen der 2. Glocke.

 


1966 

 

Umdeckung des Kirchenschiffes. Reparatur der Holztonne.

 


2002 

 

Gründung unseres Fördervereins.

 


2009

 

 Komplette Sanierung des Turmdaches

 


2010 

 

Komplette Sanierung des Kirchenschiffdaches.

 


2011

 

Komplette Sanierung des Apsisdaches. Verputzen der Altarwand

 


2013

 

 Restaurierung der Turmuhr und Inbetriebnahme

 


2015

 

Fußbodensanierung Apsis

 


2016 

 

Innenputzarbeiten in der Apsis

 

"Dr. Ulrich Erdmann, (Kiel) 13.05.2007

Auszug „Grockstädt“, aus: Touren um Querfurt, Bd. 1

(...von Spielberger „Siedlung“ her...)"

Hier geht der Weg nordwärts in einen leicht gewundenen Grasweg zwischen Feldern über, zwischen der parallel verlaufenden B 250 bzw. der stillgelegten Eisenbahnlinie links/ im Westen und dem Panorama der Schmoner Hängen auf der rechten Seite. So halten wir bei einem kleinen Anstieg auf die Kirchturmspitze des entfernteren Nachbarortes Niederschmon zu, den wir aus der Siedlungsmulde herausragen sehen.

Nachdem wir den von Westen (Kleineichstädt) herab fließenden

 Schmonerbach überquert haben, fahren wir zuerst hinein nach GROCKSTÄDT

[Geschichte:

Östlich des Ortes sind Reste einer jung bronzezeitlichen Siedlung zu den Schmoner Hängen hin gefunden worden,

während der Ort und die Kirche 1179 als „Brokenstede“ von Papst Alexander III erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Kurz vor Aussterben der Edlen Herrn von Querfurt erhielt Brun 1481 mit der Vogtei über das Quedlinburger Stift auch die Herrschaft über Grockstädt.

Da sich einige hiesige Anwohner beim Bauernaufstand im Mai 1525 an der Zerstörung

des Klosters Eilwardesdorfs im Mönchstal bei Querfurt beteiligten, ist ihnen eine harte Geldstrafe auferlegt worden.]

Über die querende „Straße der Freundschaft“ kommen wir direkt  zu das höher gelegenen Kirchengelände zu.

Bevor der Friedhof in der Neuzeit außerhalb des Dorfes nach Westen verlagert wurde, war das die Kirche umgebende Gelände durch die

Bestattungen von Jahrhunderten derart emporgewachsen, dass großformatige Grabsteine rechtwinklig zerhauen und

umgekehrt als Treppenstufen zweckentfremdet wurden, wie bei Nachgrabungen festgestellt wurde.

Einige Exemplare konnten geborgen werden und werden an der Süd- und Westseite vor Regen gesichert aufbewahrt.

Dahinter erhebt sich die kleine Dorfkirche

 Zur Heiligen Dreieinigkeit/ St. Michael.

Ein Vorgängerbau im heutigen Ostteil ist 1179 erstmals urkundlich erwähnt worden und könnte mit einem im Kern romanischen Chorturm als Kapelle aus vorreformatorischer Zeit gestammt haben, worauf  vermauerte romanische oder  gotische Fenster

an der östlich gelegene Apsis von ca. 1481 hinweisen.

Mit flacheckigen Fensteröffnungen wurden dagegen bei der grundlegenden Erneuerung von 1721 das rechteckige

Kirchenschiff und der obere Teil des quadratischen Turms von 3,25 m versehen, dessen einstige Zwiebelkuppelhaube momentan ersetzt wird.

An der uns zugewandten Südwand ist teils zerstörtes Bleiglas in den Fenstern restauriert worden,

wobei eine Darstellung eines flammenden Herzens auffällt.

Über dem Türsturz ist auf Sandsteinplatte unter Wappenschild mit gekreuzten Kursschwertern

und Monogramm eine Inschrift von kalligrafisch feiner Fraktur zu lesen:

„Durch die Gnade Gottes ist der Heiligen Dreieinigkeit zu Ehren unter dem

großmächtigsten OberHaupt des Churfürstenthums Sachsens Herrn Hrn. Friederich

Augusto König in Pohlen und Churfürsten etc. etc. und dem Durchlauchtigsten Landes-Fürsten und Hrn. Christiano,

Herzog zu Sachsen, Jülich etc. etc. dießes Gottes-Hauß von Grund aus wieder erhoben worden durch die Direction des damahligen Pfarrers, Hrn. M. Johann Mattaei Wagners von Hoff aus dem Voigtlande und der aus der Vereine verordneten Baumeister Elias Tangens und Meister Hanß Wilhelm Zahns Anno 1721.“

Im Inneren sind ein bescheidener steinerner Kanzelaltar mit korinthischen Pilastern aus dem frühen 18. Jh. und unter der Holztonnendecke auf der oberen von zwei hölzernen Hufeisenemporen die deutlich schmaleren Sitzbänke für das Gesinde sowie kyrillische Inschriften zu besichtigen.

Vom Glockenturm aus hat man einen schönen Blick auf das Grockstädt unterhalb der Schmoner Hänge und das Läuten der Erfurter Glocke von 1615 haben sich Dorfbewohner inzwischen selbst beigebracht.

Wieder auf der „Straße der Freundschaft“ nehmen wir auf ansteigendem Asfalt den einzigen Ortsausgang westwärts,

passieren rechter Hand den neuen Friedhof und überqueren den stillgelegten Bahnübergang kurz vor der querenden B 250 .

©Erdmann2007

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